Laut Bitkom nutzt 1/4 ein Smart-Home-Gerät in den eigenen vier Wänden

Schon jeder vierte Bundesbürger nutzt jetzt ein Smart-Home-Gerät. Dabei sind besonders Gerätschaften zur Überwachung und den Einbruchsschutz, sprachgesteuerte Assistenten und Lampen beliebt.

Welche Smart-Home-Lösungen sind besonders gefragt?

Leuchten, welche die Besitzer über das Smartphone steuern und damit die Lichtgestaltung in den eigenen Räumlichkeiten bestimmen könne, erfreuen sich dabei besonderer Beliebtheit. Rund ein Viertel aller Haushalte ist nutzt mindestens eine solche Gerätschaft. Dabei ist die Verteilung und den unterschiedlichen Möglichkeiten interessant. Den höchsten Anteil entfällt mit 17 % auf intelligente Beleuchtungsmöglichkeiten.

Smart Home
Smart Home

Videoüberwachungsmöglichkeiten folgen auf dem zweiten Rang mit 14 %. Dicht dahinter befinden sich mit 13 % Sprachassistenzgeräte. Diese Zahlen gehen aus einer Befragung hervor, die der Branchenverband Bitkom durchgeführt hat. Aus dem Zahlenmaterial und den Antworten ist ebenfalls ersichtlich, dass ungefähr jeder dritte Interviewte sich mit der Beschaffung von smarten Lösungen befasst und diese voraussichtlich innerhalb des nächsten Jahres sich anschafft.

Welche Trends gibt es bei zukünftigen Investitionen?

Dabei gibt es einen klaren Spitzenreiter. 29 % möchten sich mit einem intelligenten Heizungsthermostat versorgen und auf diese Weise etwa den Energieverbrauch senken. Auch Beleuchtungsanlagen oder Lichtkonzepte, die sich etwa über das Handy steuern lassen, sind extrem gefragt und folgen auf dem zweiten Platz mit ungefähr 27 %. Auch die Erhöhung der persönlichen Sicherheit ist für die Befragten ein wichtiges Thema.

Daher findet man Videoüberwachungslösungen mit 18 % auf dem Bronzerang. Natürlich sind ebenfalls Alarmanlagen gefragt, die sich über eine App steuern lassen und belegen mit 11 % Platz vier. Verwunderlich ist, dass Sprachassistenten nur auf dem fünften Platz rangieren. Hier überlegt sich, laut der Studie, ungefähr ein Zehntel der Deutschen, dass eine solche Anschaffung sinnvoll ist.

Die Steuerungsmöglichkeiten von Smart-Home-Lösungen

Spannend ist in diesem Zusammenhang, wie die Eigentümer die Angebote steuern. Das Mobiltelefon ist dabei die beliebteste Variante. Ungefähr 3/4 nutzen dieses. Nur einen Prozentpunkt dahinter liegt das Tablet. Fernbedienungen sind noch immer im Trend, da 38 % auch diese Lösung noch nutzen. Einen Sprung in der Nachfrage und der Anwendung gab es bei den Sprachassistenzprogrammen. Heute nutzen, trotz der oftmals negativen Berichterstattung und einigen offenen Sicherheitsfragen, 37 % diese zur Steuerung. Im Jahr 2016 war es nur jeder 50. Eigentümer, der so seine smarten Gerätschaften bediente.

Das veränderte Nutzerverhalten beim Umgang mit Daten und Informationen

Das Speicherverhalten der Nutzer hat sich ebenfalls deutlich verändert. Die meisten Besitzer haben sich für das Ablegen der Daten in einer Cloud entschieden. Der genaue Wert liegt hier bei 65 %. Dadurch verbrauchen sie weniger stationären Speicherplatz und können immer auf Dokumente, Bilder oder Musik zurückgreifen. Auch über andere Geräte können sie diese aufrufen, weshalb sie noch flexibler sind. Bitkom-Präsident Achim Berger rief aber dazu auf, dass sich die Anwender auch um Sicherheit kümmern und dafür die geeigneten Angebote nutzen. Auf diese Weise verhindert der User den Datenklau.

Wieso sind Smart-Home-Lösungen immer angesagter?

Die Gründe, warum sich Leute auch gegen smarte Lösungen entscheiden, liegen meist darin begründet, dass es technische Bedenken gibt. Hier sagen 37 %, dass ihnen das Installieren der einzelnen Anwendungen zu schwierig und die Bedienung zu kompliziert ist. Auch der Preis spielt eine große Rolle.

36 % gaben an, dass die Preise für die Gerätschaften zu hoch sind und daher eine Anschaffung unattraktiv ist. Hackerangriffe sind ebenfalls ein Aspekt, der mit 26 % zu Buche steht. Viele Personen haben auch Angst, dass ihre Daten in die falschen Hände geraten und sie ihr Privatleben schützen möchten, in dem sie sich gegen solche Angebote entscheiden.

24 % möchten keine gläsernen User sein, über die Konzerne aufgrund ihres Verhaltens Daten sammeln und daraus ein Profil erstellen.

Die Gründe für die Anschaffung von Smart-Home-Lösungen

Für die Beschaffung liegen unterschiedliche Gesichtspunkte zugrunde. Die Steigerung der eigenen Lebensqualität, die Bequemlichkeit und der Sicherheitsgedanke stehen dabei mit über 50 % im Vordergrund. Auch Geldeinsparungen sind ein Anschaffungsgedanke für 38 %. Zusätzlich wollen 36 % weniger Energie verbrauchen und daher den Planeten und das Klima schützen. Interessant dabei ist, dass es bei den Interessen Geschlechterunterschiede gibt. Ungefähr 63 % der Männer wollen für mehr Sicherheit sorgen. Für 41 % ist sind Geld- und Energieeinsparungen wichtig. Frauen hingegen möchten die Lebensqualität verbessern. Knapp 60 % gaben diesen Aspekt aus Hauptgedanken an. Die Energieeffizienz nannten 42 %.

Smart-Home-Lösungen sind in unserer Gesellschaft angekommen und werden akzeptiert

Auch verbreitet sich der Bekanntheitsgrad von Smart-Home-Lösungen immer mehr. Im Jahr 2016 waren solche Angebote 61 % der Befragten bekannt. Dieser Wert ist nun auf 70 % gestiegen. Diese Steigerung in so kurzer Zeit sieht der Bitkom-Präsident als Erfolg an.

Das Ansehen ist deutlich angewachsen, wobei sich auch die Ansichten geändert haben. Dachten die Leute vor Jahren noch, dass es sich um Spielereien handelt, sind die Smart-Home-Lösungen im Alltag angekommen und sind nun wichtige Helfer, die den Alltag erleichtern, zum Umweltschutz beitragen können und auch ein komfortables Leben im Alter garantieren. Auch Personen mit einem körperlichen Defizit können so etwa alleine wohnen und den Haushalt leichter führen.